Presseeinladung in Potsdam

Presseeinladung zur Vorstellung des neuen Spendenkatalogs der Stiftung Garnisonkirche Potsdam im Beisein des Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Huber am Freitag, dem 23. Juni 2017, um 13 Uhr in der Nagelkreuzkapelle. Wir freuen uns, wenn Sie kommen können.

PM_31_17_Pressegespräch Spendenkatalog

Wochenendseminar Versöhnung

Ein Seminar in der Ev. Tagungsstätte Löwenstein, mit Altbischöfin Maria Jepsen (Husum) und Rainer Stuhlmann (vom Friedenslernort Nes Ammim).
Herzliche Einladung für Freitag, 7. Juli bis Sonntag, 8. Juli zu dem Wochenendseminar zum Aufspüren von Unversöhntem und Versöhnlichem, unter Leitung von Albrecht Fischer-Braun, Jost Hasselhorn und Christoph Hildebrandt-Ayasse.
Weitere Details zur Kosten und Anmeldung hier…

Zwischenbericht vom Kirchentag 2017

Feierabendmahl – Foto: Steinke

Dankbar und bewegt schaut die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland zurück auf den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Nach innen ist die Gemeinschaft besonders gestärkt durch das Feierabendmahl in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, bei dem 820 Menschen gefeirt haben.

Markt der Möglichkeiten Foto: Däumer

Unsere Wunsch nach Feindesliebe konnte besonders auf dem Markt der Möglichkeiten an Interessierte vermittelt werden – tausende haben auf unseren Stand dort geschaut, hunderte guter Gespräche konnten geführt werden. Unter anderem war auch der Präses der Synode der Nordkirche, Dr. Andreas Tietze, am Stand im Gespräch mit Britta Däumer und Felicitas Weileder.

Stunde der Versöhnungssuchenden – Foto: Steinke

Und an mehreren Orten in Berlin, in Potsdam, Magdeburg und Erurt wurde die Coventry-Litanei der Versöhnung gebetet – hier in der ‚Stunde der Versöhnungssuchenden‘.
Nach fünf vollen, erlebnisreichen Tagen freut sich die deutsche Nagelkreuzgemeinschaft auf ihre Mitgliederversammlung Ende September in Wuppertal.

Vorzeitiger Maßnahmenbeginn für den Wiederaufbau des Garnisonkirchenturmes genehmigt

Pressemitteilung

Potsdam, den 26. Mai 2017                                                      30/2017

Im April 2017 hat die Stiftung Garnisonkirche Potsdam den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Wiederaufbau des Garnisonkirchenturmes beantragt. Dieser ist nun durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien bewilligt worden. Die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bezieht sich auf die Vergabe der Leistungen Baustelleneinrichtung, Bauvorbereitung, Gründung und Bodenplatte.

Mit der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn entsteht kein Anspruch auf Zuwendung der mit einem Fördermittelantrag beantragten 12 Mio. Euro. Diese Entscheidung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien steht noch aus.

„Mit dieser Genehmigung kann mit dem Wiederaufbau des Garnisonkirchenturmes Potsdam, der einer der schönsten barocken Türme Norddeutschlands ist, begonnen werden. Dies verdanken wir der BKM, dem Fördermittelgeber, den zahlreichen Spendern aus Nah und Fern sowie den über 23.600 Unterstützern, die den Aufruf zum Wiederaufbau der Garnisonkirche unterschrieben haben und zusammen einen Teppich der Sympathie in ganz Deutschland und darüber hinaus bilden.“, freut sich der Kommunikationsvorstand der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, Wieland Eschenburg, über die positive Nachricht.

Stiftung, Gemeinde und Fördergesellschaft laden herzlich ein, die Veranstaltungen und die Ausstellung in der Nagelkreuzkapelle zu besuchen. Das ist die beste Möglichkeit, Informationen zum Projekt aus erster Hand zu erhalten. Alle Informationen sind auch im Internet unter www.garnisonkirche-potsdam.de zu finden.

SWR 2 berichtet über das Nagelkreuzzentrum Pforzheim

Am 12. März 2017 um 12.05 Uhr sendet der SWR 2 einen Beitrag zum Thema Versöhnung, der auch über das Nagelkreuzzentrum Pforzheim berichtet. Unter anderem werden die Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof und die monatliche Versöhnungsandacht in der Stadtkirche Pforzheim thematisiert. Näheres zu der Sendung findet sich auf der Website des SWR 2.

 

Studientag der Nagelkreuzzentren – „Ideologie und Terror der SS“ in Wewelsburg

Eingeladen und organisiert durch das Nagelkreuzzentrum Nordhelle fanden sich am Samstag, den 4. März, Teilnehmer aus Wuppertal, Münster, Witten-Annen und unserem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg zu einem Studientag an der Wewelsburg ein.

P1050912Britta Däumer und Stefan Schick nutzten ihre guten Kontakte zur Erinnerungs- und Gedenkstätte in der Nähe von Paderborn, um mit der überaus engagierten und kompetenten Museumspädagogin Annalena Müller einen spannenden Tag im Museum, beim Dorfrundgang und letztendlich am Mahnmal des ehemaligen Konzentrationslagers Wewelsburg gemeinsam erleben zu können.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der durch einen gelungenen Einstieg erste persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden zur Sprache kommen konnten, begab sich die Gruppe in die Ausstellung.

Anhand einzelner Ausstellungsobjekte wie Heinrich Himmlers Terminkalender oder einem Julleuchter nebst weiteren Symbolen und Ritualen zeigte uns die Pädagogin, wie die SS eine Parallelwelt aufzubauen versuchte, um so ihre Exklusivität  zu unterstreichen.

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Eine besondere Herausforderung in der Konzeption der Ausstellungsmacher ist, dass hier gezeigte Gegenstände oder Besonderheiten der Architektur keine mystische oder pathetische Wirkung mehr haben sollen, da zu den Besuchern zahlreiche Sympathisanten der rechten Szene gehören.

Beim Ausstellungsrundgang wurde dies besonders in der Präsentation der unterschiedlichen Alltagsgegenstände oder Uniformen deutlich. Die so gezeigt werden, dass es kaum möglich ist, sich mit / neben diesen in Szene zu setzen, obwohl in der Ausstellung das Fotografieren erlaubt ist. Lediglich im Nordturm,in dem die „Gruft“ und der „Obergruppenführersaal“ im Rundgang mit eingeschlossen sind, gibt es ein Fotografier-Verbot. Gerade hier ist es Rechtsradikalen und Esoterikern durch die Raumgestaltung aber ganz und gar verleidet, diese Orte als „Wallfahrtsort“ oder für mystische Gefühle („Schwarze Sonne“) geeignet zu sehen. Die Beleuchtung, ein farbiger Bilderzyklus zum Gedenken an die Opfer der SS-Gewalt und bunte Sitzsäcke, die keinerlei „Haltung“ zulassen, lassen erkennen, dass das Konzept der Ausstellungsmacher aufgeht.

Im weiteren Verlauf der Ausstellung werden die mörderischen Konsequenzen des Rassenwahns eindringlich sichtbar gemacht. Ein Modell des ehemaligen Konzentrationslagers Wewelsburg stimmte die Teilnehmenden dann vor der Mittagspause schon einmal auf den Nachmittag ein. Im integrierten Cafè-Restaurant „Zur Wewelsburg“ stärkten und erholten wir uns, um anschließend einen kurzen Dorfrundgang zu absolvieren.

Hierbei wurde an verschiedenen Stellen deutlich, dass auch Gebäude im Dorf Rückschlüsse auf die Geschichte zulassen. Da gibt es z.B. den „Ottens Hof“, ein früherer Bauernhof, der zu einer Gaststätte umgebaut wurde, die an der Außenfassade, als auch im Inneren zahlreiche eindeutige Gestaltungselemente (Hakenkreuze, verschiedene Zeichen der Germanischen Mythologie) sein eigen nennt. Im Dorf selbst ist der Weg zum Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers wenig ausgeschildert, so dass man sich regelrecht auf eine Art „Spurensuche“ begeben muss, um dorthin zu gelangen.

P1050872Das Mahnmal besteht aus unterschiedlich hohen, gleichseitigen Dreiecken aus Kalkstein, die wiederum ein großes Dreieck ergeben. (Verschiedenfarbige Dreiecke an der Kleidung der ehemaligen Häftlinge, sogenannte „Winkel“ gaben den Haftgrund an) Das Mahnmal wird von einer dreisprachigen Inschrift (deutsch – russisch – englisch) eingerahmt und lautet: „Dieses Dreieck ist dem Kennzeichen der KZ-Häftlinge nachgebildet. Am Ort des Appellplatzes des Konzentrationslagers Niederhagen erinnert es an die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg von 1935 bis 1945.“

 

Zum Abschluss unseres Studientages bildeten wir einen Kreis um das Mahnmal, erinnerten an die mind. 1285 Menschen, die hier durch Arbeits- und Haftbedingungen, durch Misshandlungen und Willkür starben. Aber auch an die Täter der damaligen Zeit und an die Menschen, denen wir uns heute in der Versöhnungsarbeit verbunden wissen. Die Versöhnungslitanei von Coventry, verbunden mit der Niederlegung von Rosen, bildeten den Abschluss eines überaus lehrreichen und emotionsreichen Tages.

Mit der Begleitung durch Frau Müller erlebten wir, dass die überaus positiven Pressemeldungen aus dem Eröffnungsjahr der Dauerausstellung (2010) anschaulich und lebendig wurden. Sie verstand es mit ihrer sehr einfühlsamen Art und Weise uns einen Zugang zu diesem Ort und seinem Teil der Geschichte mit Auswirkungen bis in unsere Gegenwart hinein zu nehmen. Ihr gehört unser ganz besonderer Dank.

Am Rande sei bemerkt, dass uns das Nagelkreuzzentrum Witten-Annen für unser Regionaltreffen im kommenden Jahr einladen wird – worauf wir uns sehr freuen!

Nagelkreuzzentrum Nordhelle im März 2017                                  Stefan Schick

 

Einladung zum Regionentreffen Bayern, 01.04.2017

Die Region Bayern lädt alle Mitglieder, Interessierte und Freunde der Nagelkreuzgemeinschaft zum Regionentreffen BAYERN in München am 01.04.2017 ein.

Nähere Informationen und den geplanten Ablauf entnehmen Sie bitte der Einladung.

Die Regionaltreffen der anderen Regionen sind:

10.-12. März Regionentreffen NORD auf Hiddensee
25. März Regionentreff SÜDWEST in Löwenstein

Versöhnungsarbeit des Würzburger Nagelkreuzzentrums

Am 18.2.2017 haben in Würzburg gut 2.500 Leute unter dem Motto »Würzburg lebt Respekt – kein Platz für Rassismus«  ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass gesetzt. Die Aktion begann mit einem Friedensgebet der ökumenischen Nagelkreuz-Initiative in Würzburg. Nähere Informationen können Sie den Berichten der Mainpost und des Evangelischen Sonntagsblatts entnehmen.

Aus der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft gibt es viele Voten und Grußworte, die die Würzburger Versöhnungsarbeit unterstützten: bald finden Sie hier  24 berührende Statements aus der Nagelkreuzgemeinschaft.

Auch aus der Versöhnungsarbeit in Dresden kommt ein ausführlicher Gruß der Verbundenheit, den Sie hier einsehen können: Dresdner Gruß an Würzburg.

Einladung zur Coventry Pilgrimage im Mai 2017

Herzlichst laden wir interessierte Gemeinschaften, Gemeinden, Organisationen und Einzelpersonen zur Pilgrimage nach Coventry im Mai 2017 ein, um mit uns in einen Austausch zum Thema Versöhnung zu treten.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die deutsche Freiwillige in Coventry, Rahel Tippelt:  rahel.tippelt@coventrycathedral.org.uk .

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