Personalia der Nagelkreuzgemeinschaft und Nagelkreuzzentren

Peace and Reconciliation

Juliane Rumpel beendet Entsendungsdienst an der Garnisonkirche.

In Potsdam hat Pfarrerin z.E. Juliane Rumpel nach drei Jahren ihren Entsendungsdienst an der Garnisonkirche beendet. Sie ist Mitte Januar in ihre neue Pfarrstelle in Wilmershorst und Langerwisch eingeführt worden. Wir wünschen zum Neuanfang Gottes Segen und Liebe zur neuen Arbeit. Unserer Gemeinschaft bleibt sie persönlich verbunden. In der Garnisonkirche finden die Gottesdienste weiterhin statt, eine Neubesetzung wird derzeit noch gesucht.

Leitungskreis Nagelkreuzgemeinschaft

Kurator Lothar Schmelz geht in Ruhestand

In Erfurt im Augustinerkloster geht in diesen Tagen der Kurator Lothar Schmelz in den Ruhestand. Wir verabschieden uns nicht von ihm, denn er wird weiterhin im Leitungskreis an unserer Gemeinschaft mitwirken. Zum 1. November 2013 tritt Herr Carsten Fromm seine Nachfolge an. Da Carsten Fromm schon seit langem zu denen gehört, die das Versöhnungsgebet vor Ort gestalten, wissen wir unsere Anliegen gut aufgehoben. Gottes Segen für seinen neuen Wirkungskreis!

Peace and Reconciliation

Lisa Steven seit zwei Monaten in Coventry

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Lisa, seit 2011 die dritte deutsche Freiwillige in Coventry. Meine bisherige Heimat waren Sprockhövel und Hattingen, zwei kleine nordrhein-westfälische Dörfer, von denen – gerade in England – noch nie jemand gehört hat. Dort habe ich auch meine Schulzeit durchlebt, um dann durch Aktion Sühnezeichen Friedensdienste zur Nagelkreuzgemeinschaft und nach Coventry zu kommen.
Inzwischen bin ich schon über zwei Monate hier und kann mich manchmal immer noch nicht entscheiden, ob es sich jetzt länger, oder kürzer anfühlt. Fest steht, ich habe mich gut eingelebt. Coventry als Stadt wird mir immer vertrauter und fühlt sich schon länger nach zu Hause an. Die Gesichter und Namen im Büro werden immer bekannter, was bei meinem Namensgedächtnis durchaus ein gutes Zeichen ist.
Und dann ist da noch die Arbeit. Ich hatte mich zwar schon auf die Zeit hier gefreut, aber die Arbeit macht immer noch mehr Spaß, als ich erwartet hätte. Es ist schwierig genau zusammen zu fassen woraus diese Arbeit besteht, aber gerade diese Vielseitigkeit macht es so spannend. Aber davon schreibe ich demnächst mehr.

Peace and Reconciliation

Michael Seils aus seinem Amt als Superintendent verabschiedet

In Magdeburg wird am Sonntag, 3. November um 15 Uhr in der Johanniskirche Michael Seils (55) aus seinem Amt als Superintendent verabschiedet. Die Entscheidung über die Nachfolgerin oder den Nachfolger ist zur Zeit noch nicht getroffen. Seils wird die vakante Pfarrstelle an der St.-Trinitatis-Kirche in Gommern (etwa 20 km südöstlich von Magdeburg) übernehmen. Für sein weiteres Wirken wünschen wir ihm Gottes Segen!

Peace and Reconciliation

Serge Maschewski wird Nachfolger von Uland Spahlinger

Die Synode der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU) hat am 22. Oktober 2013 Pfarrer Serge Maschewski (37 Jahre) zum neuen Bischof der Kirche gewählt – erstmalig ein Geistlicher, der im Land geboren und aufgewachsen ist.
Die DELKU geht auf die Aussiedler zurück, die von Zarin Katharina II. Mitte des 18. Jahrhunderts ins Land gerufen wurden. In Odessa fand bereits 1801 der erste evangelische Gottesdienst statt, die Gemeinde zählte zeitweise über 10.000 Mitglieder. Heute zählt die DELKU in rund 30 Gemeinden etwas über 3.000 evangelische Christen. Bis zur Einführung ins Amt im Frühjahr 2014 wird der aus Bayern entsendete Pfarrer Uland Spahlinger das Bischofsamt weiter ausüben. Beiden gelten unsere Grüße und Segenswünsche!

Peace and Reconciliation

Einführung von Dean John Witcombe

Am Samstag, den 19. Januar 2013, wurde Rev. Canon John Witcombe in einem Festgottesdienst als Pfarrer der St. Michaels Kirche und neuer Dean an der Kathedrale zu Coventry eingeführt. John Witcombe war bislang in Gloucester tätig, wo er u.a. für das liturgische und spirituelle Leben an der Kathedrale zuständig war. Er ist der fünfte Dean seit der Weihe der neuen Kathedrale im Jahre 1962.

Fast 500 Menschen hatten es dem Schnee und Eis getrotzt und es zum Gottesdienst geschafft. Auch viele von John Witcombes bisherigen Kollegen aus Gloucester hatten die Anreise bewältigt. Auf Grund der Wetterverhältnisse gelang es jedoch nicht allen, am Gottesdienst teil zu nehmen, beispielsweise kamen OKR Dr. Oliver Schuegraf als Repräsentant der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland sowie der Vertreter der Deutschen Botschaft in London leider nicht bis Coventry.

Vor Gottesdienstbeginn versammelten sich Bischof Christopher von Coventry, die Domkanoniker, sowie weitere Geistliche in der Chapel of Christ the Servant, um als Zeugen dem Installationsversprechen von John Witcombe beizuwohnen, so wie es das Kirchenrecht der Kirche von England vorsieht.

Mit seinem Amtsantritt als neuer Dean von Coventry Cathedral ist John Witcombe nicht nur für die Gemeinde an der Kathedrale verantwortlich und hat Aufgaben für die Diözese zu übernehmen, sondern er ist auch Dean der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft. Auf eine entsprechende Frage von Bischof John von Warwickshire, dem Präsidenten der englischen Nagelkreuzzentren (in Vertretung für Oliver Schuegraf), versprach John Witcombe der Nagelkreuzgemeinschaft in „Liebe, Freundlichkeit und Vergebung zu dienen“.

Auch in seiner ersten Predigt als Dean bezog John Witcombe sich auf die Ziele der Nagelkreuzgemeinschaft: 1) Wunden der Geschichte zu heilen; 2) Lernen, mit Unterschieden zu leben und Vielfalt zu feiern sowie 3) eine Kultur des Friedens zu schaffen. Besonders das zweite Ziel stellte er als wichtigen Grundgedanken für die Gemeinschaft heute heraus.

Leitungskreis Nagelkreuzgemeinschaft

Neuer Vorsitz der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft gewählt

„Führt einen harten Kampf der Liebe um der Armen willen.“

Mit diesen Worten hat Paul Oestreicher dem neuen Vorsitzenden der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft die Aufgabe der nächsten Jahre ans Herz gelegt – die Versöhnungsarbeit in Deutschland zu gestalten. Der ehemalige Domkapitular und Leiter der Versöhnungsarbeit der Kathedrale von Coventry predigte am 15. Oktober 2011 in der Erfurter Augustinerkirche. Der Abendmahlsgottesdienst an der Wirkungsstätte Martin Luthers war der geistliche Abschluss der Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland e.V. Über 80 Mitglieder und einige Gäste hatten zwei Tage lang in Erfurt im aktuellen Austausch die künftigen Entwicklungen der ökumenischen Versöhnungsarbeit in Deutschland und in Europa diskutiert. Für den Leitungskreis haben sich erstmals sehr viele Personen zur Kandidatur bereit erklärt. Aus dem gesamten Bundesgebiet wurden 12 Leitungskreismitglieder gewählt. Als neuer Vorsitzender der derzeit 55 deutschen Zentren wurde OKR Dr. Oliver Schuegraf, Hannover, von der Mitgliederversammlung bestätigt. Der bisherige Vorsitzende Pfarrer i.R. Hartmut Ebmeier wurde als Vorsitzender im Gottesdienst in der Augustinerkirche von OKR Dr. Schuegraf verabschiedet. Pfr. Ebmeier wird nach zwölf Jahren des Vorsitzes innerhalb des Leitungskreises noch für Aufgaben der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Dem neuen Vorsitzenden gratulierten im Anschluss des Gottesdienstes u. a. Emma Griffith, Mitarbeiterin der Kathedrale Coventry, und Dean Mark Pendleton, Vorsitzender der nordamerikanischen Nagelkreuzarbeit.

Peace and Reconciliation

Nachruf: Dr. Franz von Hammerstein †

Tief betroffen mussten wir Kenntnis nehmen, dass unser Mitglied Dr. Franz von Hammerstein am 15.August 2011 kurz nach seinem 90.Geburtstag am 6.Juni 2011 von Gott heimgerufen wurde. Dass sein Tod den in diesem Freundesbrief vorgesehenen Glückwunsch zum 90.Geburtstag nun einen Nachruf werden lässt, betrübt uns sehr. Haben wir mit ihm doch einen der engagiertesten Streiter „im Dienst der Versöhnung“ und einen der Gründerväter der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland verloren.

Als Leiter des Sozialpfarramtes und der evangelischen Industriejugend in Berlin unterstützte er frühzeitig die gesamtdeutsche Aktion Sühnezeichen, deren Generalsekretär in Westdeutschland er von 1968 bis 1975 war. Seit 1972 war er Mitglied der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen (IDK). Er war Vorsitzender der Stiftung West-Östliche Begegnungen und wirkte im Arbeitsausschuss der Stiftung „Topographie des Terrors“ mit. In Russland unterstützte er die Initiative „Memorial“ (Opfer deutscher Okkupation und des Stalinismus) und war intensiv am jüdisch-christlichen Dialog beteiligt. Im Jahre 2001 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz und im Jahre 2003 gemeinsam mit Günter Särchen und Richard Nevermann der Lothar-Kreyssig-Friedenspreis verliehen.

Mit seiner Familie sind wir dankbar, etwas von seinem reich gesegneten Leben mitbekommen zu haben, und wir danken Gott dafür, dass Er in ihm hat spürbar und erkennbar werden lassen, was es heißt, im Dienst der Versöhnung zu stehen und dem Frieden zu dienen.

Seine Verbundenheit mit dem Dienst der Kathedrale von Coventry und der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft zeigte er bis in sein Sterben: Er wurde in der Robe eines Companion of the Community of the Cross of Nails ins Grab gelegt.
Mit seiner Familie trösten wir uns in der Gewissheit, „dass er nicht nur nachjagte, ob er es auch ergreifen möchte, nachdem er von Christus ergriffen war“ (so in Anlehnung an seinem Konfirmationsspruch Philipper 3,12), sondern dass er ihn auch ergriffen hat: „den Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ ( so in Philipper 3,14.)“ und so gedenken wir seiner wenn auch traurig, so doch nicht ohne Hoffnung.