Berichte aus der Nagelkreuzgemeinschaft und den Nagelkreuzzentren

Peace and Reconciliation

Rückblick auf Friedensdiskussion in Pankow

Ein Rückblick auf die Podiumsdiskussion „Deutsche Waffenexporte“ am 17.01.2014 in der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Alt Pankow.
Etwa 50 Gäste hörten gespannt der Diskussion zu, die vom Journalisten Gerhard Rein vom Pankower Friedenskreis moderiert wurde. Die Generalsekretärin der katholischen Friedens- initiative Pax Christi, Christine Hoffmann, ließ in ihrem Plädoyer gegen jede Art von deutschen Waffenexporten in alle Welt keinen Zweifel an der Unrechtmäßigkeit im Sinne des Artikels 26 des Grundgesetzes, auch an der Überflüssigkeit von Waffen per se. Nationale Sicherheiten hängen nicht von der Qualität der Aufrüstung einer Nation ab, sondern von der frühzeitigen internationalen Wahrnehmung von Konflikten und dem „langen Atem“ zu Friedens- und Versöhnungsgesprächen. Als Vertreterin der überkonfessionellen Friedensarbeit ‚Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel’ setzte sie sich leidenschaftlich für die Änderung des Artikel 26, Absatz 2 unseres Grundgesetzes hinsichtlich des Genehmigungsverfahrens von Waffenexporten ein, nach dem ‚Zur Kriegsführung bestimmte Waffen … nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden’ dürfen. Da darüber in der Praxis nur der Sicherheitsrat mit der Bundeskanzlerin – und nicht das Parlament – entscheidet, fehlt Christine Hoffmann die erwünschte Transparenz.
Der Überlegung, dass die parlamentarischen Kontrolle künftig auszuweiten sei, schloss sich der Leitende evangelische Militärdekan Helmut Jakobus aus Berlin an. Er betonte aber, dass seine Aufgabe die Seelsorge unter den Soldaten ist. Das Versöhnungszeichen des Nagelkreuzes, das Soldaten im Kunduz für ein paar Wochen begleitete, sollte den Gedanken wecken, Versöhnung zu suchen. Die Eindeutigkeit dieser Botschaft in Afghanistan wurde im Plenum kontrovers diskutiert. Das Nagelkreuz im Kosovo sei hingegen als Symbol für Frieden und Verständigung der Völker erkennbar gewesen.
Die drei Podiumssteilnehmer waren sich einig, dass konsequenter Pazifismus politisch und aus der eigenen Gewissensverantwortung heraus zu leben schwierig ist. Bei der Komplexität internationaler Konflikte sei dies nicht immer möglich.

Nagelkreuz Mitglieder

Mitgliederversammlung in Hofgeismar

In Hofgeismar hatten sich rund 90 Menschen zur Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland versammelt. Es war die erste Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz von OKR Dr. Oliver Schuegraf (Hannover) und unter der Vorbereitung des in Erfurt gewählten Leitungskreises. Die Entwicklungen in Deutschland sind positiv vom Vorsitzenden beschrieben worden. Internationale Gäste aus Großbritannien, Amerika, Polen, den Niederlanden und Österreich prägten die Begegnungen und die guten Gespräche. Die Mitgliederversammlung verabschiedete eine um Notwendiges veränderte Satzung, erhöhte den Beitrag für Einzelmitglieder ab 1. Januar 2015 von 20 Euro auf 30 Euro, und bestätigte das Budget des Vereins für 2014.

Zugleich wurden erste Verabredungen getroffen, wie am 1. August 2014 eine Versöhnungsstimme in die Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 100 Jahre zuvor durch die deutschen Nagelkreuzzentren gebracht werden soll (dazu ergeht demnächst ein Brief an alle Nagelkreuzzentren). Schließlich wurde festgehalten, dass die nächste Jugendbegegnung der Nagelkreuzgemeinschaft für 2015 in Erfurt geplant ist.

Das europaweite einheitliche Zahlungsverfahren für Europazahlungen (Single Euro Payments Area = SEPA) betrifft auch die Nagelkreuzgemeinschaft. Ab dem 01.01.2014 sind für Zahlungen auf das Konto der Nagelkreuzgemeinschaft anstelle von Bankleitzahl und Kontonummer IBAN und BIC-Code erforderlich. Die 104 Mitglieder, die ihren jährlichen Beitrag per Lastschriftverfahren einziehen lassen, brauchen nichts zu veranlassen, die Umsetzung der Einzugsdaten erfolgt automatisch. Sie erhalten bis zum Jahresende noch ein Informationsschreiben, das die Einzelheiten der SEPA-Umstellung beschreibt. Alle anderen, die Geld an den Verein überweisen wollen, finden die Bankverbindung der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V. hier.

Konferenz 2013 der Region West in Münster

Bericht zum 2. Regionaltreffen „Region Mitte“

Am 5. Oktober 2013 traf sich die Region Mitte unserer Nagelkreuzgemeinschaft in dem Gemeindehaus St. Norbert in Halle. Die 16 Teilnehmenden haben, dies als Fazit vorweggenommen, wertvolle Impulse aus dem Treffen mitgenommen.
Neben dem Austausch von aktuellen Geschehnissen aus den einzelnen Nagelkreuzzentren gaben die Anwesenden auch Ausblicke auf die zukünftigen Veranstaltungen in ihren Zentren. Hauptthema dieses Treffens war jedoch das Referat von Pfarrer Christian Dietrich zu dem Thema „Kirchliche Diaspora nach 1945“, also seine Sicht zur kirchlichen Situation vor Ort. Im Osten Deutschlands, so Pfarrer Dietrich, leben weniger als 25 % Christen, davon sagen 10%, dass sie nicht an Gott glauben. 50% der Menschen im Osten haben ein sehr distanziertes Verhältnis gegenüber dem Christentum. Dietrich schloss sich einem Votum des Erfurter Philosophieprofessors Dr. Eberhard Tiefensee an: Anerkennung der Nichtchristen und Anerkennen der Meinung dieser Menschen sollte eine verbindliche Grundlage sein. Das heißt, als Kirche auf Augenhöhe den Nichtchristen zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dies sei eine Zukunftsaufgabe.

Auf Wunsch können Sie das Referat über Lothar.Schmelz@web.de erhalten.

Nachsatz: Pfarrer Christian Dietrich hat 1985 am kirchlichen Proseminar in Naumburg sein Abitur und Studium absolviert. U. a. war er Leiter des Friedensarbeitskreises Naumburg, 1985 Mitbegründer des Arbeitskreises Solidarische Kirche, 1989 Geschäftsführer Demokratischer Aufbruch, Leitungskreismitglied Neues Forum, 1991 Mitgründer Archiv Bürgerbewegung Leipzig und seit 2000 Pfarrer in Nohra.

Die Nagelkreuzgemeinschaft auf dem Kirchentag

34. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg

01.-05.05.2013

“Die Nagelkreuzgemeinschaft war wohl noch nie so deutlich auf einem Kirchentag vertreten wie dieses Mal in Hamburg”, stellt Vorsitzender Oliver Schuegraf fest:

Britta Däumer hat mit ihrem Team auf dem Markt der Möglichkeiten viele gute Gespräche geführt und 800 Nagelkreuze gebastelt. Auch Pastor Frank Engelbrecht ist glücklich mit dem Kirchentagsbeginn in St. Katharinen mit einer Versöhnungsstunde mit Blues, Jazz und Gebet, bei der auch die Band aus der Kaliningrader Nagelkreuzarbeit mitwirkte. Roland Ganninger aus Pforzheim ist mit der Präsentation des Riesenpuzzle auf der Bühne am Fischmarkt sehr zufrieden, die Löwensteiner und Sachsenheimer haben sich sehr beim Feierabendmahl mit 110 Gottesdienstbesuchern eingebracht, und in fünf Tageszeitgebeten an verschiedenen Orten wurde die Versöhnungslitanei von Coventry mit insgesamt rund 500 Menschen gebetet.

Noch nie so deutlich auf einem Kirchentag vertreten.

Der Gottesdienst mit Abendmahl nach der Meissen-Liturgie in der St.-Thomas-Beckett-Kirche wurde von der Nagelkreuzgemeinschaft mit verantwortet. Dieser Gottesdienst mit Bischof Dr. Friedrich Weber und Bischof Nick Baines (der Prediger im Schlussgottesdienst) war sehr gut besucht, das Erleben der ökumenischen Gemeinschaft mit dem Gebet der Versöhnungslitanei von Coventry war sehr bewegend.

Kerry Beaumont, der Musikdirektor der Kathedrale von Coventry, wirkte mit den Boys Choristers auch an zwei Aufführungen des War Requiem von Benjamin Britten unter Leitung von Thomas Dahl (St. Petri) und Andreas Fischer (St. Katharinen) mit.

Ich werde Coventry vermissen

Die ASF-Freiwillige Felicitas Elisabeth Weileder 2012 in ihrem Abschlussbericht über ihre Zeit in Coventry:

„…Im vergangenen Jahr habe ich meinen Horizont enorm erweitert. Meine Ansichten wurden massiv in Frage gestellt, ich habe viel über andere Kulturen und Religionen erfahren. Die Arbeit in Coventry konzentrierte sich, wie die von Aktion Sühnezeichen, auf die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ich hab eine Menge über Geschichte, vor allem die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, gelernt.

Dabei ging es immer um mehr als nur den Umgang mit Geschichte. In monatlichen Studiengruppen ging es um Konzepte der Versöhnung für unterschiedliche Kulturen und Religionen zu unterschiedlichen Zeiten. Wir haben gemeinsam die Theologie von Versöhnung und Sühne studiert und ich hatte die Chance, alltägliche Versöhnungsarbeit in Nordirland zu erleben.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht träumen lassen, mit Freuden fast täglich in die Kirche zu gehen. Und ich hätte mir nicht träumen lassen glücklich dabei zu sein, meine eigenen Überzeugungen in Frage stellen zu lassen und dabei eine Menge von ihnen zu verändern. Für die Möglichkeit, ein Jahr in Coventry verbracht haben zu dürfen, bin ich sehr dankbar. Ich werde Coventry Cathedral sehr vermissen…“

 

Weimar neues Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft

In einem festlichen Gottesdienst wurde am 3. Advent die St. Paul und Peter-Kirche (Herderkirche) von Canon David Porter und unserem Schriftführer Jost Hasselhorn in die Nagelkreuzgemeinschaft aufgenommen. Auch die Leitungskreismitglieder Kurator Lothar Schmelz, Erfurt, und Pfr.i.R. Hartmut Ebmeier sowie Pfrn. z.E. Juliane Rumpel, Potsdam haben den Gottesdienst mitgefeiert. Der besondere Versöhnungsauftrag, der in Weimar nun von Superintendent Henrich Herbst und Pfarrer Sebastian Kircheis anzugehen sein wird, liegt begründet in der Geschichte 1933 bis 1945, mit der Besonderheit des vor den Toren Weimars liegenden Konzentrationslagers Buchenwald.

Leitungskreis Nagelkreuzgemeinschaft

Neuer Vorsitz der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft gewählt

„Führt einen harten Kampf der Liebe um der Armen willen.“

Mit diesen Worten hat Paul Oestreicher dem neuen Vorsitzenden der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft die Aufgabe der nächsten Jahre ans Herz gelegt – die Versöhnungsarbeit in Deutschland zu gestalten. Der ehemalige Domkapitular und Leiter der Versöhnungsarbeit der Kathedrale von Coventry predigte am 15. Oktober 2011 in der Erfurter Augustinerkirche. Der Abendmahlsgottesdienst an der Wirkungsstätte Martin Luthers war der geistliche Abschluss der Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland e.V. Über 80 Mitglieder und einige Gäste hatten zwei Tage lang in Erfurt im aktuellen Austausch die künftigen Entwicklungen der ökumenischen Versöhnungsarbeit in Deutschland und in Europa diskutiert. Für den Leitungskreis haben sich erstmals sehr viele Personen zur Kandidatur bereit erklärt. Aus dem gesamten Bundesgebiet wurden 12 Leitungskreismitglieder gewählt. Als neuer Vorsitzender der derzeit 55 deutschen Zentren wurde OKR Dr. Oliver Schuegraf, Hannover, von der Mitgliederversammlung bestätigt. Der bisherige Vorsitzende Pfarrer i.R. Hartmut Ebmeier wurde als Vorsitzender im Gottesdienst in der Augustinerkirche von OKR Dr. Schuegraf verabschiedet. Pfr. Ebmeier wird nach zwölf Jahren des Vorsitzes innerhalb des Leitungskreises noch für Aufgaben der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Dem neuen Vorsitzenden gratulierten im Anschluss des Gottesdienstes u. a. Emma Griffith, Mitarbeiterin der Kathedrale Coventry, und Dean Mark Pendleton, Vorsitzender der nordamerikanischen Nagelkreuzarbeit.

Internationales Netzwerk für Versöhnung

4. Internationale Jugendkonferenz in Coventry

05.07.2012-12.07.2012 – Coventry (Vereinigtes Königreich)

Die 4. Internationale Jugendkonferenz fand – anlässlich des 50jähigen Jubiläums der St.-Michels-Kathedrale – in Coventry statt. Für die siebenköpfige deutsche Delegation berichtet Julia Schmidt-Lewerkühne aus Kiel:

“Ein Team von Freiwilligen, die in Coventry für die Nagelkreuzgemeinschaft arbeiteten, hatte die Konferenz und das umfassende Programm vorbereitet und begleitete und umsorgte die Gruppe. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und auch in der Kathedrale sehr herzlich begrüßt, wobei immer wieder betont wurde, wie viel Hoffnung ins uns als junge Generation, als „Generation of Hope“, gesetzt wird, dass wir uns für den Aufbau einer Friedensgesellschaft einsetzen.

In den Tagen der Konferenz erläuterte David Porter die drei Schritte der Versöhnungsarbeit und zeigt dabei die Probleme auf, die den Weg zur Versöhnung oft erschweren. Uns wurde schnell bewusst, wie komplex diese Arbeit ist und dass es eine ständige Aufgabe ist, nach Frieden und Versöhnung zu streben. Daher fand ich es erleichternd in einem Seminar von Andrew Smith praktische, leicht umsetzbare Tipps zu erhalten, wie ein friedliches, respektvolles Miteinander gestaltet werden kann. So ging es darum, neue Wege zu finden, über die eigene Religion zu sprechen. Statt der ewigen konfliktträchtigen Frage, welche Religion nun die bessere sei, solle man lieber die persönliche Frage stellen, was denn das Beste daran sei Christin, Muslim oder Hindu zu sein. Diese Anregung setzten wir bei unseren Besuchen in den verschiedenen Gebetshäusern (Hindutempel, Gudwara, Moschee) in die Tat um und erhielten sehr interessante Antworten.

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Die Nagelkreuzgemeinschaft beim Kirchentag in Dresden

33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden

01.-05.06.2011

Am Nagelkreuz aus Coventry kam man bei diesem Kirchentag nicht vorbei. Viele Aktionen, Gottesdienste und Veranstaltungen wurden gestaltet bzw. mitgestaltet von Mitgliedern unserer Gemeinschaft und so hatten Interessierte eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten, dem Nagelkreuz in Dresden zu begegnen. Ein großes „Danke schön“ an dieser Stelle an alle engagierten Nagelkreuzler. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Eröffnungsgottesdienst und Schlussgottesdienst:
Wer beide Gottesdienste live oder am Fernsehen aufmerksam verfolgt hat, konnte als Kreuz auf dem Altar unser Nagelkreuz finden. Der Kirchentag hatte es zu den Gottesdiensten in der Frauenkirche ausgeliehen

Abend der Begegnung:
Beim Abend der Begegnung hatte man die erste Gelegenheit, Zentren an einem Stand zu besuchen und ins Gespräch zu kommen. Die Nicolaikirche in Leipzig, Jonathan e.V. (Dacia/Rumänien) und die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. waren hier vertreten und berichteten von ihrer Arbeit und Projekten .

Markt der Möglichkeiten:
Der Stand der Nagelkreuzgemeinschaft war wie in den vergangenen Jahren einer der meist besuchtesten Stände auf dem Markt. Mit über 800 gebastelten Nagelkreuzen, vielen Gesprächen und Begegnungen hat sich die Gemeinschaft hier vielen Kirchentagsbesuchern vorstellen können. Im Zentrum der Jugend war Herbert Reichmann, Jugendwart aus Essen, mit seinem Team aktiv und schmiedete „Nägel mit Köpfen“ und brachte so jungen Leuten das Nagelkreuz ganz handfest näher.

Meissen-Gottesdienst:
Unser Vorsitzender Pfr. i.R. Hartmut Ebmeier wirkte an der Seite von Bischof Prof. Dr. Friedrich Weber, Wolfenbüttel und Bischof Nicklas Baines, Bradford/GB am Gottesdienst nach der Meissen-Liturgie mit.

Ökumenischer Gottesdienst nach der Lima-Liturgie:
Canon David Porter wirkte beim ökumenischen Gottesdienst mit Abendmahl nach der Lima-Liturgie mit. Unter dem Thema „Lasst Euch versöhnen“ haben alt-katholische, evangelische und anglikanische Christen (Bischof Nicholas Baines, Bradford/Großbritannien, Vizepräsidentin Petra Bosse-Huber, Düsseldorf, Canon David W. Porter. Coventry/Großbritannien, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, Wolfenbüttel, Bischof Dr. Matthias Ring, Bonn) in der Kirche der Diakonissenanstalt einen Gottesdienst mit über 500 Menschen gefeiert.

Versöhnungsschiff:
Ein Höhepunkt der Beteilung der Nagelkreuzgemeinschaft auf dem Kirchentag war sicherlich die Fahrt des Versöhnungsschiffes auf der Elbe. Oliver Schuegraf gab den 300 Mitfahrenden einen biblischen Impuls zu Epheser 2, 14 bis 22 , Schwester Edith berichtete von der Geschichte der Versöhnungsarbeit und Ehepaar Zirkler aus der Kreuzkirche führte durchs Programm, erläuterte Gebäude und Orte entlang der Elbe aus Sicht von Versöhnung und berichtete über die Arbeit unserer Zentren in Dresden. Für alle am Bord war es ein bewegendes Erlebnis.

Friedensnächte in der Unterkirche der Frauenkirche:
Mit rund dreitausend Menschen haben die Nagelkreuzzentren aus Löwenstein, Kilianskirche Heilbronn und Obersulm drei Friedensnächte gefeiert, an denen auch jeweils Christen aus Osteuropa von ihren Erfahrungen berichtet haben, und alle Besucher die Worte „Vater vergib – Father forgive“ auf einem Gebetslicht mit nach Hause nehmen konnten.

Interreligiöser Pilgerweg:
Um den jüdischen und muslimischen Geschwistern gerecht zu werden, wurde vor allem die Versöhnungsstaue aus Coventry auf den Weg des Interreligiösen Pilgerwegs von unserer ökumenischen Würzburger Nagelkreuzgemeinschaft mitgenommen auf den Weg vom Neumarkt über Synagoge und muslimisches Bethaus zur Hofkirche – etwa 500 Menschen sind diesen Weg mitgegangen!

Feierabendmahl in der Abendreihe FREIHEIT:
Im Zwinger, der militärischen Hofanlage des sächsischen Fürsten, haben unter freiem Himmel über 1.000 Menschen das Feierabendmahl gefeiert. Canon David Porter konnte von seinen konkreten Erfahrungen in Nordirland berichten, Hartmut Ebmeier war an einem der Tische als Begleiter der freien Abendmahlsfeier dabei.

Liederbuch des Kirchentages „Herztöne“:
Alle Mittagsgebete beim Dresdner Kirchentag, die am Freitag nach dem Kirchentags-Liederbuchgefeiert wurden, haben das Gebet der Versöhnung aus Coventry vorgefunden und so „in den Himmel gegriffen. Mit kurzen Armen. Aber immerhin“.

3. Internationale Jugendkonferenz in Polen

01.08.2009-15.08.2009 – Haus Kreisau (Polen)

Zur 3. Internationalen Jugendkonferenz der Nagelkreuzgemeinschaft trafen sich die Jugendlichen in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Krzyowa/Kreisau. Teilnehmer Michael Hallerberg aus Lemgo berichtet darüber:

“Wenn man schon an zwei Jugendkonferenzen teilgenommen hat, ist man bei der dritten Auflage bereits etwas routinierter. Nichtsdestotrotz war meine Vorfreude auf die zwei Wochen in Polen ebenso groß wie bei den ersten beiden Konferenzen 2002 und 2006. Mein Gefühl sollte nicht enttäuscht werden, denn auch dieses Mal waren wir wieder eine sehr homogene und gut aufgelegte Gruppe, die im idyllischen Krzyzowa/Kreisau wunderbare Gespräche, Gruppenarbeiten und Gottesdienste abhielt. Neben den verschiedenen Nationenberichten, in denen aus jedem der neun teilnehmenden Länder berichtet wurde, haben wir in Diskussionsrunden u.a. über die Vertreibung in der Vergangenheit und Gegenwart, Zivilcourage am Beispiel der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis und im heutigen Alltag, oder über das Zusammenwachsen Europas nach dem Ende des Sozialismus in Osteuropa debattiert. Dadurch bekam man Eindrücke in die Geschichte und das Leben in den verschiedenen Ländern vermittelt, die man aus den Nachrichten nie erfahren würde.

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