Nachrichten der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V..

Im Diakonissenhaus in Dresden ist Rektor Klaus Kaden in den Ruhestand gegangen. Zum 1. Januar 2015 hat Pfarrer Thilo Daniel, bisher Oberkirchenrat im Landeskirchenamt der Sächsischen Landeskirche, den Dienst angetreten. Er wird am Sonntag, 22. Februar 2015 in seine neue Aufgabe eingeführt.

Wir wünschen Klaus Kaden einen behüteten Wechsel in den neuen Lebensabschnitt und dem neuen Rektor Thilo Daniel Gottes Segen für sein Wirken!

der Kirchentag in Stuttgart (3. bis 7. Juni 2015!) rückt näher, und wir haben als Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V. Aufgaben übernommen, für die wir Ihre handfeste Unterstützung erbitten.

Wir werden

  • drei Tage lang auf dem Schlossplatz – also unter freiem Himmel! – dafür Sorge tragen, dass der Platz vom Kirchentag belebt und ‚vernetzt’ wird (Informationsstand und Aktionen)
  • drei Tage lang in einem Zelt auf dem Markt der Möglichkeiten dafür sorgen, dass der Informationsstand unserer Gemeinschaft besetzt ist.
  • am Freitagabend in einer Stuttgarter Kirchengemeinde ein bewegendes Feierabendmahl unter Leitung von OKR Dr. Oliver Schuegraf feiern.

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Unser neues Nagelkreuzzentrum, St. Barbara in München, ist im Dezember gleich zwei neue Wege beschritten:

In der Gemeinde konnte abgestimmt werden, ob das Nagelkreuzgebet freitags regelmäßig um 13 Uhr oder um 16 Uhr oder um 17 Uhr stattfinden solle. Aufgrund der Gemeindevoten konnte nun entschieden werden, dass ab 20. Februar 2015 das Versöhnungsgebet regelmäßig um 17 Uhr gebetet wird – und in der Fastenzeit als Passionsgebet in der Gemeinde mitwandert!

Für die Teilnahme an den Montagsdemonstrationen hat sich die Gemeinde Buttons einfallen lassen, um sich als Gesprächspartner kenntlich zu machen. Möge der Versöhnungsgedanke sich entfalten und festigen!

Das katholische Stundenbuch Magnificat veröffentlicht im Februarheft aus Anlass der Bombardierung Dresdens vor 70 Jahren unsere Versöhnungslitanei. Wer sich das Februarheft besorgen möchte und es in der eigenen Buchhandlung nicht bekommen kann, kann sich an den MAGNIFICAT Leserservice in Kevelaer wenden: Telefon: (02832) 929-192, E-Mail: Service@magnificat.de, Ansprechpartnerin: Frau Eleonore Everaerts. Der Preis fürs Einzelheft beträgt 6 Euro plus Versand.

Die Stadt Heilbronn hatte Anfang Dezember an den 70. Jahrestag des zerstörerischen Bombenangriffs auf die Stadt zu erinnern.
Den fast zweistündigen Gottesdienst mit Prälat Harald Stumpf gestalteten nicht nur die Kilianskirchgemeinde und Zeitzeugen des Bombenangriffs, sondern auch Schülerinnen und Schüler des Lichtenstern Gymnasiums in Sachsenheim (seit 2011 Nagelkreuzzentrum). Dabei überreichte der Schulleiter Pfarrer Reinhart Gronbach eine von Schülern gestaltete Decke an die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V., für die unser Schriftführer Jost Hasselhorn herzlichen Dank sagte.

„Flüchtlinge sind auch Menschen – Jesus war auch ein Flüchtling!“, unter dieser Überschrift fand der 7. Mariendorfer Versöhnungstag – zugleich das Regionaltreffen der Nagelkreuzgemeinschaft in der Region Berlin – am 15. November 2014 statt. Die vielen Fachleute u.a. von Amnestie International, Asyl in der Kirche, vom Kirchenkreis und aus der Flüchtlingshilfe schilderten ihre Erfahrungen und gaben so einen guten Einblick über die Flüchtlingsproblematik.

Ein Impuls, den die rund 40 Teilnehmer gerne mit nach Hause genommen haben:

„Du wirst getrieben, von einem Strom getragen.
Flüchtling, ziellos wanderst du fort;
Du verlierst deinen Weg, so wird es dir erscheinen:
Kein bestimmter Platz ist dein zu Hause.
Du schaust weg, dein Zuhause ist verschwunden,
der Pulli, den du gestrickt hast, wird wieder aufgeribbelt,
du treibst dahin, und alle deine Ängste
suchen dich heim in dieser aus den Fugen geratenen Welt….“

(Lied von The Klezmatics, übersetzt von Robin Youett) 

Der bekannte Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann war am 25. November zu Gast im Sauerland. Drewermann, Jahrgang 1940, stammt aus Bergkamen. Er wurde als Sohn eines Bergmanns geboren. Die Bombenangriffe der letzten Kriegsjahre ließen ihn früh Angst in der Welt der Erwachsenen erleben. Schon als 14-Jähriger las er die Schriften Albert Schweitzers, in denen er viele seiner späteren Kritikpunkte gegen die Amtskirche vorformuliert sah.

Vergebung und Versöhnung nach dem 1. Weltkrieg – Wege zur Menschlichkeit

Vor voll besetzten Rängen mahnte „Europas meistgelesener Theologe“ eindringlich zur Versöhnung. Nicht nur das, was er sagte, sondern auch die Art und Weise, wie er es sagte – rhetorisch ausgefeilt und geschliffen – fesselte von der ersten Minute an.
„Alles, was unmenschlich ist, wird im Krieg dekoriert,“ erklärte Drewermann, der als überzeugter Pazifist und Kriegsgegner auftrat. Ganz ohne Manuskript, akribisch genau und exakt fügte er die Puzzleteile, die letztlich zum Ersten Weltkrieg führten, zusammen. Messerscharf analysierend und kommentierend entwarf er das düstere Bild einer Zeit, die der festen Überzeugung war, dass sich die Größe eines Reiches auf dem Schlachtfeld zeigte. Vor- und Rückgriffe belegten, dass es immer so war und immer noch so ist. Nach dem Krieg habe das Wettrüsten sofort wieder begonnen – mit immer unmenschlicheren Waffen. Auch zu aktuellen Krisen bezog er Position. Mit Nachdruck – hier kamen der Glauben und die Nagelkreuzgemeinschaft ins Spiel – forderte der Theologe ein Ende des Gehorsams und des Duckmäusertums: Einzig Frieden sei der Weg.

Nagelkreuzgemeinschaft mit Informationstisch präsent

Britta Däumer und Stefan Schick aus dem Nagelkreuzzentrum Nordhelle nutzten die Veranstaltung um die Geschichte des Nagelkreuzes kurz zu skizzieren und mit einem Informationstisch präsent zu sein.

Am 15. November hatte die Nagelkreuzarbeit in Pforzheim zur zweiten Pforzheimer Versöhnungsnacht die „Pforzheimerinnen und Pforzheimer jeglichen Alters, jeglicher Herkunft, jeglicher Nationalität und jeglicher Konfession“ eingeladen. Die Veranstaltung regte zum Mitdenken an, wie Frieden, Versöhnung und Bewahrung der Schöpfung konkret aussehen kann. Am darauf folgenden Sonntag, 16. November, hat ein gut besuchter Gottesdienst in Pforzheim-Huchenfeld daran erinnert, dass uns die Sehnsucht nach der himmlischen Heimat auch darin bestärken kann, immer wieder kleine Schritte der Feindesliebe zu versuchen.