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Feierabendmahl – Foto: Steinke

Dankbar und bewegt schaut die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland zurück auf den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Nach innen ist die Gemeinschaft besonders gestärkt durch das Feierabendmahl in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, bei dem 820 Menschen gefeirt haben.

Markt der Möglichkeiten Foto: Däumer

Unsere Wunsch nach Feindesliebe konnte besonders auf dem Markt der Möglichkeiten an Interessierte vermittelt werden – tausende haben auf unseren Stand dort geschaut, hunderte guter Gespräche konnten geführt werden. Unter anderem war auch der Präses der Synode der Nordkirche, Dr. Andreas Tietze, am Stand im Gespräch mit Britta Däumer und Felicitas Weileder.

Stunde der Versöhnungssuchenden – Foto: Steinke

Und an mehreren Orten in Berlin, in Potsdam, Magdeburg und Erurt wurde die Coventry-Litanei der Versöhnung gebetet – hier in der ‚Stunde der Versöhnungssuchenden‘.
Nach fünf vollen, erlebnisreichen Tagen freut sich die deutsche Nagelkreuzgemeinschaft auf ihre Mitgliederversammlung Ende September in Wuppertal.

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Der Kirchentag in Stuttgart (3. bis 7. Juni 2015!) wird in knapp drei Wochen schon wieder vorbei sein!
Für alle, die in den Tagen in Stuttgart sein werden, haben wir mal zusammengestellt, wie einzelne Zentren unserer Gemeinschaft und die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V. auf dem Kirchentag engagiert sind. Wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen! Und gerne lesenwir auch schon vorher, wer von Ihnen zum Kirchentag kommt, den wir bisher noch nicht explizit im Blick hatten!
Besonders das Feierabendmahl am Freitag Abend in der Martinskirche sollte für viele, die unserer Gemeinschaft verbunden sind, ein Treffpunkt werden!

… waren die beiden großen Emotionen, die Pfarrer M. Gross in seiner Predigt beim ökumenischen Gottesdienst ansprach, den seine evangelische Christuskirche gemeinsam mit dem katholischen St. Benno, mit pax christi München und dem Nagelkreuzzentrum St. Barbara ebendort im Zeichen des Nagelkreuzes am frühen Abend des 8.5.2015 feierten. Und es waren bestimmt auch die Emotionen, die jede/n der Anwesenden bewegten. Gekommen waren einige bereits zum ja wöchentlich stattfindenden Friedens- und Versöhnungsgebet um 17 Uhr, das dieses Mal durch Musik und Texte besonders gestaltet wurde.

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Friedensgebet und Gottesdienst in der Nagelkreuzkapelle

Auch in dieser Woche wird es in der Nagelkreuzkapelle am Ort der ehemaligen Garnisonkirche Potsdam ein Friedensgebet geben. Es findet am Mittwoch, dem 29. April 2015, um 18.00 Uhr in der Nagelkreuzkapelle mit Katrin Schulze statt.

Kantate-Gottesdienst am Sonntag

Am Sonnabend, dem 02. Mai 2015, um 18.00 Uhr wird in der Nagelkreuzkapelle ein besonderer Kantate-Gottesdienst gefeiert. Die Musiker Juliane Esselbach (Sopran), Anneke Reuter (Violine) und Christian Deichstetter (Basso continuo) werden den Gottesdienst von Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst mit Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel begleiten.

 Alle Interessierten sind zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Die Stadt Heilbronn hatte Anfang Dezember an den 70. Jahrestag des zerstörerischen Bombenangriffs auf die Stadt zu erinnern.
Den fast zweistündigen Gottesdienst mit Prälat Harald Stumpf gestalteten nicht nur die Kilianskirchgemeinde und Zeitzeugen des Bombenangriffs, sondern auch Schülerinnen und Schüler des Lichtenstern Gymnasiums in Sachsenheim (seit 2011 Nagelkreuzzentrum). Dabei überreichte der Schulleiter Pfarrer Reinhart Gronbach eine von Schülern gestaltete Decke an die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V., für die unser Schriftführer Jost Hasselhorn herzlichen Dank sagte.

Der bekannte Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann war am 25. November zu Gast im Sauerland. Drewermann, Jahrgang 1940, stammt aus Bergkamen. Er wurde als Sohn eines Bergmanns geboren. Die Bombenangriffe der letzten Kriegsjahre ließen ihn früh Angst in der Welt der Erwachsenen erleben. Schon als 14-Jähriger las er die Schriften Albert Schweitzers, in denen er viele seiner späteren Kritikpunkte gegen die Amtskirche vorformuliert sah.

Vergebung und Versöhnung nach dem 1. Weltkrieg – Wege zur Menschlichkeit

Vor voll besetzten Rängen mahnte „Europas meistgelesener Theologe“ eindringlich zur Versöhnung. Nicht nur das, was er sagte, sondern auch die Art und Weise, wie er es sagte – rhetorisch ausgefeilt und geschliffen – fesselte von der ersten Minute an.
„Alles, was unmenschlich ist, wird im Krieg dekoriert,“ erklärte Drewermann, der als überzeugter Pazifist und Kriegsgegner auftrat. Ganz ohne Manuskript, akribisch genau und exakt fügte er die Puzzleteile, die letztlich zum Ersten Weltkrieg führten, zusammen. Messerscharf analysierend und kommentierend entwarf er das düstere Bild einer Zeit, die der festen Überzeugung war, dass sich die Größe eines Reiches auf dem Schlachtfeld zeigte. Vor- und Rückgriffe belegten, dass es immer so war und immer noch so ist. Nach dem Krieg habe das Wettrüsten sofort wieder begonnen – mit immer unmenschlicheren Waffen. Auch zu aktuellen Krisen bezog er Position. Mit Nachdruck – hier kamen der Glauben und die Nagelkreuzgemeinschaft ins Spiel – forderte der Theologe ein Ende des Gehorsams und des Duckmäusertums: Einzig Frieden sei der Weg.

Nagelkreuzgemeinschaft mit Informationstisch präsent

Britta Däumer und Stefan Schick aus dem Nagelkreuzzentrum Nordhelle nutzten die Veranstaltung um die Geschichte des Nagelkreuzes kurz zu skizzieren und mit einem Informationstisch präsent zu sein.

Wieder stand das Nagelkreuz auf dem Altar, diesmal aber wieder in St. Barbara, als sich zur vertrauten Zeit des Friedens- und Versöhnungsgebetes, also um 13 Uhr, außergewöhnlich viele Besucherinnen und Besucher im Altarraum versammelten. Nicht nur der Abschluss unserer Festwoche wurde damit einer besonderen Gestaltung festlich begangen, nein, es wurde auch des Jahrestages der Zerstörung Coventrys vor 74 Jahren – und damit der „Geburt“ der Nagelkreuzgemeinschaft – gedacht. Die in der Festwoche gesammelten und andere selbst formulierte Fürbitten bildeten einen Schwerpunkt der Andacht, eingeleitet von aktuellen Gedanken von Pfarrer Höck und abgeschlossen durch ein kraftvolles „Shalom chaverim“, das aus vielen Kehlen zur Klavierbegleitung noch einmal den Wunsch nach Frieden ganz laut werden ließ – ein stimmungsvoller Ausklang dieser Festwoche für Versöhnung und Frieden! (Text: Susanne Elsner / Bilder: Klaus Bachhuber & Walter Elsner)

Beiträge zur Nagelkreuzverleihung an St. Barbara:

Nagelkreuzverleihung (09.11.2014)
Vortrag zum Nagelkreuz (10.11.2014)
Kinder kommt zum Nagelkreuz (11.11.2014)
Theater „Blickwechsel“ Dachau (12.11.2014)
Nagelkreuz in der Bennokirche (13.11.2014)
Die Festwoche geht zu Ende (14.11.2014)

Bilder von der Nagelkreuzverleihung an St. Barbara: