Alle übergeordneten Beiträge zur Nagelkreuzgemeinschaft unabhängig der Länder und Regionen

Liebe Freundinnen und Freunde der Versöhnungsarbeit,

das Kinder- und Jugendreferat des Ev. Kirchenkreises, die Ev. Kirchengemeinde Herscheid sowie die ehemalige Ev. Tagungsstätte Haus Nordhelle erhielten 1996 ein Nagelkreuz von Coventry verliehen.
Seit nunmehr 25 Jahren ist das Nagelkreuz in unserem Kirchenkreis beheimatet – und das wollen wir mit einem

Fest-Gottesdienst am Sonntag, 12.09.2021 um 16:00 Uhr

in der Johannis-Kirche (Reichsstraße 52 in 58840 Plettenberg–Eiringhausen) feiern.

Wir bekamen das Nagelkreuz durch den damaligen Domprobst John Petty, 1996 überreicht und gehören somit zur weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft.

In diesem Gottesdienst erwarten wir neben dem Superintendenten unseres Kirchen-kreises, Dr. Christof Grote, auch den Vorsitzenden der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland, OKR Dr. Oliver Schuegraf. Aus seiner Hand werden wir ein „Wandernagelkreuz“ aus Coventry erhalten, welches wir fortan für ein Jahr an eine unserer Gemeinden, Einrichtungen oder Initiativen weiterreichen wollen. Damit wollen wir bereits vorhandene oder neu anzustoßende Schwerpunkte der Versöhnungsarbeit in unserem Kirchenkreis unterstützen, hervorheben und miteinander vernetzen. In diesem Jahr geht das Wandernagelkreuz an die Kreuzkirchengemeinde in Lüdenscheid.

Zu diesem Gottesdienst mit der Verleihung des Wandernagelkreuzes und einem anschließenden Abendessen im Gemeindehaus, laden wir Sie und Euch ganz herzlich ein. Zusammen mit benachbarten Zentren sowie Interessierten aus unserem Kirchenkreis, wollen wir Begegnung, Erinnerung und Ausblick bis gegen 19:00 Uhr ermöglichen.

Für weitere Planungen bitten wir um Anmeldung unter Angabe der Personenzahl bis spätestens, 28. August an u.g. Anschrift (gerne per Mail).

Mit geschwisterlichen Grüßen,

Stefan Schick, Britta Däumer, Pfr. Uwe Brühl

Stefan Schick – Am Nocken 83 – 58566 Kierspe
Tel.: 02359-1604 Mobil: 0176 – 54 12 95 34 Mail: stefan.schick@kk-ekvw.de

Einladung 25 Jahre KK Luedenscheid 210912

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Römisch-Katholische Erzdiözese München und Freising begingen den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau mit einer ökumenischen Andacht am 27. April 2020 zwischen 17 und 18 Uhr. Diese fand am authentischen Ort statt, in der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem einstigen Gelände des Häftlingslagers, unweit des Krematoriums.
Da das Gedenken wegen der Corona-Krise nicht öffentlich sein konnte – geplant war ein großer Gottesdienst zum Befreiungstag mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Kardinal Reinhard Marx und Metropolit Augoustinos Lambardakis -, wurde die Andacht in einer deutschsprachigen und einer englischsprachigen Fassung aufgezeichnet. Das geschah auf Wunsch von Familien von Dachau-Überlebenden und von Veteranen, die als amerikanische Soldaten Dachau befreit hatten.

Im Mittelpunkt der Andacht stehen Zeugnisse der Dachau-Häftlinge Herbert Zipper, Jura Soyfer, Joseph Rovan und Karl Adolf Groß. Der Gesang der jungen Musikstudentin Sophie Aeckerle auf Deutsch, Griechisch, Englisch und Hebräisch verbindet das Gedenken an alle KZ-Opfer und die dankbare Erinnerung an die Befreiung vor 75 Jahren mit der Hoffnung auf eine Überwindung von Unrecht, Krieg und Not heute. Das Video wird am Mittwoch, 29. April 2020, um 17 Uhr veröffentlicht, in etwa zu der Zeit, zu der vor 75 Jahren US-Army-Einheiten die Häftlinge befreiten: www.bayern-evangelisch.de/75J.BefreiungDachau.

Für Kirchenrat Dr. Björn Mensing, Pastoralreferent Ludwig Schmidinger und Diakon Klaus Schultz, von unserem ökumenischen Nagelkreuzzentrum „Evangelische Versöhnungskirche“ und (katholische) „Todesangst-Christi-Kapelle“, die gemeinsam mit der Sängerin Sophie Aeckerle die Andacht gestalteten, war es von tiefer Bedeutung, dass zur selben Zeit an anderen Orten der Befreiung von Dachau gedacht wurde. Auf Initiative des Shoah-Überlebenden Zdeněk Pošusta in Prag, dessen Vater das KZ Dachau überlebt hatte, beteten in der Tschechischen Republik Oberrabbiner Karol Sidon und Bischof em. František Radkovský für die Opfer. Viele gute Wünsche zum einzigen „analogen“ Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung am authentischen Ort kamen gestern in Dachau an, aus den USA, aus Großbritannien, aus Polen, aus den Niederlanden und aus Deutschland. Der Dank für ihr Engagement von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, war den Verantwortlichen der kirchlichen Gedenkstättenarbeit besonders wertvoll, ein bemerkenswertes Zeichen der jüdisch-christlichen Verbundenheit, gerade angesichts der schuldhaften Verstrickung der deutschen Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus.